…und ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt!

Ladies and Gentlemen, am kommenden Wochenende ist es wohl so weit (naja zumindest wenn alles so läuft wie ich es mir vorstelle) – Carl und Carlotta haben das erstes Date! Meine Erwartungen sind groß.. Sagen wir sie sind eher mega groß oder gigantisch groß oder so groß, dass ich kein Wort kenne, welches diese Größe beschreiben würde…

Stand heute haben wir noch nicht einmal den Tag unseres Treffens fixiert, aber wir haben beschlossen uns zu treffen und somit habe ich alles Recht der Welt Erwartungen zu haben.. Oder male ich mir die Welt gerade mal wieder wie sie mir gefällt?! In meiner Vorstellung wird Samstag der Tag der Tage – ein super Abend, eine noch viel tollere Nacht und nach einem leckeren Frühstück geht es gemütlich bei strahlendem Sonnenschein an den See zum segeln! Das ganz große Kino eben mit allem was dazugehört! Und ja ihr Lieben, mit Sex am ersten Abend… oder soll ich etwa ernsthaft viele kostbare Stunden meines Lebens mit Dates vergeuden, nach denen eventuell nur mittelmäßiger Sex folgt?! Nur weil irgendjemand einmal definiert hat, dass es sich für Frauen nicht gehört beim ersten Date Sex zu haben? Wenn er mein Mann ist, dann kann er das verkraften, so sehe das zumindest ich…

Doch was, wenn der Abend gar nicht statt findet oder noch schlimmer, alles was ich mir vorgestellt habe einfach nur irgendwelche Spinnereien waren und Carla mich vom Segelboot retten muss, weil ich mich sonst vom Segelmast stürzen muss? Bin ich dann enttäuscht oder ist es wie im wahren Leben, bei dem man an einem Clubabend ziemlich schnell ziemlich viele Haken an Männer macht, sobald sie ihren Mund aufmachen? Hattet ihr schon ein fast „Blindedate“? Wurden eure Erwartungen erfüllt? Wie realistisch muss ich sein? Oder wie unrealistisch bin ich?

Ich bin gespannt, was ihr zu sagen habt und werde mich spätestens Montag mit der realen Geschichte bei euch melden! Drückt mir die Daumen…

To be ihr wisst schon continued 😉

Eure Carlotta

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Onlinedating und andere Katastrophen…

Hallo ihr Lieben,

seit einigen Wochen bin ich nun bei der Dating-App „Tinder“. Anfangs dachte ich, dass Carla spinnt und ich mich niemals, never ever, aber auf gar gar gar keinen Fall bei einer Onlinedatingplattform anmelden werde. Lange Rede kurzer Sinn, Tinder here I am. Gäbe es einen Nutzerstatus, ich wäre wahrscheinlich Poweruser. Nach der ersten großen Enttäuschung – aus irgendeinem Grund hatte ich den Gedanken daran verdrängt, dass die Männer bei Onlinedatingplattformen ähnlich langweilig, gestört oder schizophren sind wie im echten Leben – keimt Hoffnung auf.

 

Carl – attraktiv, lustig, erfolgreich im Job und aus einer der schönsten Städte des Landes.

 

Ihr dürft mich jetzt naiv nennen, aber ja, ich glaube ihm, was er über sich schreibt und ja aus irgendeinem Grund bin ich schon ganz schön tief drin in dieser Carlgeschichte, ohne ihn jemals real gesehen zu haben. An Tagen an denen ich nichts von ihm höre oder wenn ich ihm schreibe, dass ich ein paar Tage in seiner Stadt bin und von ihm nur kommt: „muss schauen, bin eigentlich in Paris“ denke ich ab und an  an das Buch „Er steht einfach nicht auf Dich“. Kennt ihr das? Ein super Buch, mit einer klaren Aussage – ein Mann der Dich will meldet sich und bevor ein Mann Dir sagt, dass er nicht auf Dich steht, hält er lieber seinen Arm aus einem fahrenden Bus und lässt ihn sich vom Gegenverkehr abreissen. Aber gilt das auch bei Onlinedatingplattformen? Ist es auch in der Anonymität des Internet wirklich so, dass ein Mann einem nicht sagen kann, wenn er nicht auf Dich steht? Bin ich zu ungeduldig? Ist er vielleicht einfach busy im Job? Habe ich aufgrund der vielen gescheiterten Geschichten schon langsam einen „Hau ab“ und sehe Warnsignale, wo gar keine sind? Ganz normale Fragen, die das Leben oder sagen wir die Männer immer einfach so aufwerfen… Was meint ihr?

 

To becontinued…;)

 

Eure Carlotta

Der Masterplan – braucht man den eigentlich?

Wenn man mich mit vier fragte was ich später mal werden will, gab es nur eine Antwort und die kam immer wie aus der Pistole geschossen Prinzessin. Tja nun ist man aber leider nicht allzulange vier Jahre alt und irgendwann ist es dann TierärztinSchauspielerin oder… weiß ich jetzt doch noch nicht.
Blöd nur, dass es in den letzten geschätzten 23 Jahren bei weiß ich jetzt doch noch nicht geblieben ist. Klar, ein Jahr lang war es mal Sozialarbeiterin ein anderes Journalistin, aber eigentlich war ich im Entscheidungen treffen schon immer miserabel etwas schwierig. Und so hab ich mal dies gemacht und mal jenes, hab mir die Welt angesehen und den eigentlichen Start ins Erwachsen sein verpasst etwas nach hinten verschoben.
Während ich mir das in den letzten Jahren noch schön reden konnte, und mir sicher war, dass die große Karriere ganz sicher bald startet – weiß ich heute gar nicht mehr so genau ob ich das noch möchte. Über den Tellerrand blicken birgt auch immer das Risiko, das Gewohnte und Vertraute in Frage zu stellen. Für mich heißt das.. Ich habe andere Möglichkeiten zu Leben kennengelernt. Möglichkeiten mit viel Freiheiten, dafür aber ohne mit etwas weniger Geld.  Ein Leben das einem alles offen lässt aber dafür auch keine Sicherheit bietet.
Ein Job, ein Mann, ein Haus, ein oder zwei Kinder. Will ich das überhaupt noch? Und wenn ja, macht es überhaupt Sinn, das zu planen? Oder ergibt sich das einfach.. oder eben nicht. Und ich ende doch irgendwo.. an einem Strand.. in einem anderen Land.. mit der Option einfach wieder aufzubrechen wenn mir danach ist.
Sicherheit, so sehr ich mich irgendwie tief im Inneren danach sehne, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob diese Sehnsucht nicht nur antrainiert ist. Weil gleichzeitig sehne ich mich auch nach Freiheit, nach Neuem, nach Abenteuer. Und Sicherheit sperrt immer auch ein.
Loslassen, einfach mal machen, abwarten, sehen was passiert. Es könnte so einfach sein. Ist es aber nicht. Also manchmal, manchmal ist es das schon: Wenn man sich bewusst macht, dass man einfach nur in einem gesellschaftlichen Konstrukt gefangen ist.. Wenn man darauf baut, dass schon alles irgendwie gut ausgehen wird, egal wie es ausgehen wird. Dann kann man zufrieden in die Sonne schauen und sich auf das nächste Abenteuer freuen.
Wie macht ihr das denn? Habt ihr einen Masterplan?
Eure Carla.